Waldbrandbekämpfung

Geräte zur Waldbrandbekämpfung

Aufgrund der Nähe zum Ebersberger Staatsforst und weiterer privater Waldflächen in unserem Einsatzbereich halten wir, neben den Löschwasserbehältern in den Fahrzeugen, weitere Geräte zur Waldbrandbekämpfung vor.

Feuerpatschen, Dunghacken und Schaufeln

Mit diesen einfachen und billigen Geräten können effektiv kleine Entstehungsbrände gelöscht und Brandschneisen erstellt und gehalten werden. Sie können auch zum Freilegen tiefer liegender Brandnester, z.B. in Wurzelstöcken eingesetzt werden.
Kleine Brände entstehen vor allem auch vor der eigentlichen Feuerfront durch Funkenflug und Wärmestrahlung und beschleunigen die Ausbreitung eines Waldbrandes.

Faltbehälter für 5000l Löschwasser

Mit diesem können Löschwasserpuffer in Brandnähe angelegt werden. Somit wird die Effektivität der Löschwasserförderung über Schlauchstrecken und über Tankpendelverkehr deutlich erhöht.

Schlauchwahl

D-Schläuche bieten aufgrund des geringeren Durchmessers gegenüber den üblicherweise verwendeten C-/ B-Schläuchen einen deutlichen Gewichtsvorteil und Löschwasserersparnis. Dies stellt vor allem bei Waldbränden, bei denen in unwegsamen Gelände teilweise weite Wegstrecken überwunden werden müssen, einen erheblichen Vorteil für die vorgehenden Trupps dar. Auch auf die bei Waldbränden schwierige Wasserversorgung wirkt sich die verringerte Wassermenge in den Schläuchen sehr positiv aus. Ausgestattet mit Hohlstrahlrohren erreicht man dabei aber immer noch eine überzeugende Löschleistung.

Vorteil: D-Schläuche können direkt aus den Tragetaschen verlegt werden. Sie sind dünn, flexibel und leicht bedienbar.
Nachteil: geringere Wassermengen.

Güllefässer haben häufig einen B-Schlauchanschluss oder enge Domdeckel, so dass hier mit B-Saugschläuchen gearbeitet wird.

Vorteil: Moderne Güllefässer können große Wassermengen transportieren, damit kann der Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehr verstärkt werden. Darüber hinaus sind sie dank landwirtschaftlicher Zugmaschinen sehr geländegängig.

Transport von größeren Mengen Wasser über weite Strecken, z.B. zu Verteilern.

Vorteil: große Wassermengen, weiter Wassertransport.
Nachteil: sperrig und schwer.

Rückenspritze

Bei Nachlöscharbeiten kann die Rückenspritze sehr gut eingesetzt werden. Dies erspart das aufwendige Aufbauen von Schlauchstrecken zum Ablöschen von kleinen Brandnestern. Diese werden oft bei Brandwachen in der Dunkelheit der nachfolgenden Nacht entdeckt, und können so mit geringem Personal- und Materialaufwand bekämpft werden.

Leichtschaumgenerator

Der Leichtschaumgenerator kann zur Erstellung von Leichtschaumschneisen bei Waldbränden mit erheblicher Brandausbreitung genutzt werden.

Maßnahmen der Forstbehörden und Waldbesitzer

Forstbehörden und Waldbesitzer stehen neben der Feuerwehr in der Verantwortung  Waldbrände zu verhindern und deren Bekämpfung zu unterstützen. Mögliche Maßnahmen zur Unterstützung:

  • Regionale Waldbrandgefährdungsanalysen
  • Veröffentlichung von Waldbrandgefährdungsstufen
  • Flächendeckende Waldbrandüberwachung zur Früherkennung von Waldbränden
  • Waldumbau, Waldbrandriegel, Wundstreifen
  • Kartenmaterial für Waldbrandeinsätze
  • Löschwasserentnahmestellen und Wegebau
  • Vorhalten eigener Technik, wie z.B. Löschwassertransportbehälter, Traktoren mit Waldpflügen, Bodenfräsen oder anderer geeigneter Geräte zur Bodenverwundung
  • Öffentlichkeitsarbeit und im Bedarfsfall Waldsperrungen

Erheblichen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von Waldbränden haben die vorhanden Baumarten. Fichten- und Kiefernwaldbestände sind erheblich gefährdeter als Laubwälder. Dies hat in den letzten Jahren, beschleunigt durch den Klimawandel, zu einem Waldumbau, hin zu Misch- oder Laubwaldbeständen geführt.

Aber auch in Nadelholzbeständen kann durch die Anlage von Waldbrandriegeln mit geeigneten Baumbeständen eine Unterteilung der besonders gefährdeten Bestände erreicht werden.

Im Winter kann man den Laubholzbestand vor dem dunkleren Nadelholzbestand gut erkennen. In Verbindung mit dem parallel verlaufenden Waldweg bietet dieser Waldbrandriegel beste Voraussetzungen zur Errichtung einer Widerstandslinie. Zur Verstärkung kann noch ein Wundstreifen angelegt werden. Dabei wird brennbares Material per Hand und mit technischem Gerät beseitigt und der mineralische Boden freigelegt.